Warum nehmen Menschen Wachstumshormone?

Gehört hat wohl jeder schon einmal von dem Gebrauch von Wachstumshormonen zum Muskelaufbau und zur Leistungssteigerung. Aber es ist sicher nicht jedem Bodybuilder bekannt, wie und weshalb das Wachstumshormon wirkt.

Pillen zur LeistungssteigerungBereits in den früher 80er Jahren wurden bereits Wachstumshormone von Spitzensportlern wie Kraftsportlern und Bodybuildern zur Leistungssteigerung eingesetzt. Synthetische Wachstumshormone gab es in den Anfängen noch nicht. Aus diesem Grund wurde die aus Hirnanhangdrüsen von Toten extrahiert. Diese Praxis wurde zum Glück im Jahr 1985 eingestellt. Nach dieser Zeit nahmen viele Athleten Wachstumshormone, die aus der Hirnanhangdrüse von Rhesus Affen gewonnen wurde und ab den früher 90er Jahren begann die Produktion von synthetischen Hormonen. Diese standen den Sportlern in einer großen Vielzahl zur Verfügung. Verwechselt wird jedoch immer noch die Steigerung der körpereigenen Wachstumshormon-Produktion mit der illegalen Verabreichung körperfremder Hormone auf unterschiedlichste Weise.

Warum soll eine verstärkte Ausschüttung des körpereigenen Wachstumshormons HGH erreicht werden?

Die Bodybuilder Community hat in den letzten Jahren immer mal wieder zum Thema Wachstumshormone kontroverse Diskussionen gegeben. Was also hat es mit dem HGH auf sich?

Das HGH (Wachstumshormon) wie auf Rezeptfreies.com beschrieben ist für das Wachstum der Zellen und auch für die Zellreproduktion verantwortlich. Dies geschieht folgendermaßen:

Kalzium:

Die Fähigkeit des Körpers wird durch das Wachstumshormon gesteigert, das über die Nahrung aufgenommene Kalzium einzulagern in das vorhandene Knochengewebe. Das sorgt dann für die Stärkung des gesamten Skelettsystems. Dieses wiederum versetzt den Körper in die Lage, unempfindlicher gegen Unfalle, wie zum Beispiel Stürze zu sein. Also ist ein hoher Spiegel an Wachstumshormonen ein Plus für den Körper, denn das Risiko für Knochenbrüche sinkt deutlich.

Protein Synthese:

Als zweiter Effekt des Wachstumshormons im menschlichen Körper ist, dass es die Proteinsynthese steigert. Bei dieser Synthese werden im Körper neue Proteinstrukturen gebildet. Dies hat einen Anstieg der Muskelmasse zur Folge, da die Muskulatur aus Proteinen überwiegend besteht. Vielen Sportlern ist jedoch nicht klar dabei, dass das Protein, welches über die Nahrung aufgenommen wird, nicht in der gleichen Form in Muskelsubstanz verwandelt werden kann, wie das, was in Lebensmitteln enthalten ist. Werden dem Körper Proteine über die Nahrung zugeführt, wird Magensäure im Verdauungssystem freigesetzt. Dies geschieht als Ergänzung zum Pepsin Enzym. Bei diesem Prozess sorgt die Magensäure dafür, dass Protein zu denaturieren. Die Struktur wird verändert dabei. Das Pepsin spaltet das Protein in kleinere Peptide auf, die dann in noch kleine Teile ausgespalten werden. Hier wird von den Aminosäuren gesprochen.

Die Aminosäuren werden wieder zu Proteinen im Körper zusammengesetzt. Dies ist die eigentliche Proteinsynthese. Im Bodybuilding ist aber die Proteinsynthese Rate ein limitierter Faktor.

Fettzellen im KäseFettzellen:

Der dritte Effekt des Wachstumshormones auf den Körper ist die Fähigkeit, dass Fette direkt aus den Fettzellen freigesetzt werden in die Blutbahn. Dies ermöglicht dem Körper, direkt gespeicherte Fette im Körper zur Gewinnung von Energie zu nutzen. Gleichzeitig werden gleichzeitig die beschränkten Glykogen Reserven geschont. Auf diese Weise ist es dem menschlichen Körper möglich, die Fette zur Energiegewinnung zu nutzen und den Körperfettanteil gleichzeitig zu reduzieren. Diese Art der Freisetzung von Fettmolekülen in die Blutbahn ist die stärkste natürliche Möglichkeit zur Fettverbrennung des Körpers.

Das zentrale Nervensystem:

Weiterhin ist HGH in der Lage, das zentrale Nervensystem zu stimulieren. Dies führt dazu, dass Sportler deutlich vitaler sind und resistenter gegen Erkältungskrankheiten. Dies gilt auch für weitere Erkrankungen. Bei extrem harten, intensiven und häufigen Trainingseinheiten wird das Immunsystem allerdings eher geschwächt.

Das zentrale Nervensystem des Menschen besteht aus dem Rückenmark und dem Gehirn. Dieses wird geschützt von der Wirbelsäule und liegt in der Mittelinie des Körpers. Die Ballung von Milliarden Neuronen ist sicher das komplexeste Gebilde, was bekannt ist. Verantwortlich ist das zentrale Nervensystem mit dem peripheren Nervensystem zusammen, für alle Arten von physischen Aktivitäten des menschlichen Körpers. Die Neuronen haben dabei Einfluss auf die mentalen Aktivitäten und auf das Bewusstsein. Die Verlängerung durch das Rückenmark beeinflusst die Skelettmuskulatur und auch die Organe. Die Effekte des Wachstumshormons sind auf die Körperfunktionen sehr vielfältig und wer wünscht sich nicht gern stärkere Knochen, weniger Fett und mehr Muskelmasse. Auch ein starkes Immunsystem wäre wünschenswert.

Auch auf natürliche Weise kann etwas getan werden, um den Wachstumshormon-Spiegel ansteigen zu lassen, wie zum Beispiel:

  • für ausreichend Schlaf sorgen (während des Schlafens läuft die Produktion des Wachstumshormons des Körpers auf Hochtouren). Schlaf ist ein sehr wichtiger Faktor,
  • intensives Krafttraining (Kniebeugen, Kreuzheben usw.)
  • ausreichend Fett- und Proteinzufuhr (mehrfach- oder einfach gesättigte Fettsäuren
  • körpereigene HGH Produktion wird von einem niedrigen Blutzuckerspiegel stimuliert (ist durch LowCarb-Ernährung zu erreichen)

Aufgrund der Vielzahl an Studien ist mittlerweile zu sagen, dass eine regelmäßige Einnahme von L-Arginin den Wachstumshormon-Spiegel anheben kann (Einnahme zum Beispiel in Form von Arginin-AlphaKetoglutarat). Das ist aber längst nicht alles, denn das Arginin kann auch während des Trainings für einen massiven Pump-Effekt sorgen. Dies wiederum erhöht die Effektivität des Trainings. Schon bereits durch eine Belastung bei Training wird für eine stärkere Freisetzung des Wachstumshormons gesorgt.

Interessantes Video über Insulin zum Abschluss:

Was sind überhaupt Wachstumshormone (HGH)? Ohne Blick auf Muskelaufbau

WH seht für Wachstumshormone und diese sind in zahlreichen endokrinen Hormonen, beispielsweise in Testosteron, Progesteron, DHEA, Östrogen und Melatonin. Diese fallen mit zunehmenden Alter ab. Durch eine Hormonersatztherapie können viele dieser Hormone dem Alterungsprozess entgegenwirken. Sie sind in der Lage, die biologische Uhr aufzuhalten und sogar eine Vielzahl von altersbedingen Anzeichen und Symptomen rückgängig machen. Therapien mit Wachstumshormonen zeigten, dass diese die biologische Uhr bis zu 20 Jahren zurückgedreht haben.

Das WH, bekannt auch als Somatotropin, wird in der Hirnanhangdrüse am reichhaltigsten abgesondert. Mit zunehmenden Alter nimmt jedoch die tägliche Ausscheidung dieser Hormone ab. In der Regel scheidet ein beispielsweise 60jähriger Mensch etwa 25 Prozent dieser Wachstumshormone eines 20jährigen aus. Diese werden in Zyklen ausgeschieden, welche am Beginn der Schlafphase stattfinden. In der Leber werden sie mit dem IGF-1 – dem Insulin-like Growth Factor Typ 1 (bekannt auch als Somatomedin C) vereint. Das IGF-1 wird im Blut gemessen. Auf diese Weise kann die Höhe der ausgeschiedenen WH ermittelt werden. Der Transport von Glucose wird durch IGF-1 gefördert. Die Abnahme der Wachstumshormonen-Produktion geschieht mit zunehmenden Alter und wird bezeichnet als Somatopause.

Dabei gehen einher

  • geringer Sexualtrieb
  • Falten
  • Körperfettzunahmen
  • Herz-/Kreislauferkrankungen
  • graue Haare

und vieles mehr.

Bei jungen Erwachsenen mit Wachstumshormondefizit sind diese Symptome ebenfalls vorzufinden. Hier hat die biologische Uhr die chronologische Uhr überholt. Mittlerweile liegen klinische Beweise vor, dass mit der Wachstumshormonen-Ergänzung die Symptome rückgängig gemacht werden können.

Der Missbrauch von Wachstumshormonen – Der Traum vom Jungbrunnen?

HGH gegen FaltenSeit vor mehr als Zehn Jahren die gentechnische Erzeugung dieses Hormons gelang, steht das menschliche Wachstumshormon (HUMATROPE und andere) so gut wie unbegrenzt zur Verfügung. Wenn Bedarf besteht, wird es beispielsweise für kleinwüchsige Kinder mit einem nachgewiesenen Mangel an Wachstumshormonen angewandt oder auch bei Mädchen mit dem Ullrich-Turner-Syndrom. Jedoch ist nicht nachgewiesen, ob Kinder mit einem konstitutionellen Minderwuchs durch die Behandlung eine höhere Endgröße erreichen. Die Kosten liegen dabei pro Kind bei 30.000 Euro pro Jahr.

Zahlungskräftige und zahlungswillige Erwachsene wird das lipolytisch und anabol wirkende Somatropin angeboten als „Jungbrunnen“.

Durch das Sinken der endogenen Ausschüttung des Hypophysenhormons bilden sich Muskeln zurück und auch das Körperfett nimmt zu. Dies kann zum Teil möglicherweise in Verbindung mit dem Mangel an Wachstumshormonen liegen. Eine kleine Studie dazu zeigte, dass 21 Männer zwischen 61 und 81 Jahren innerhalb von sechs Monaten unter Verum deutlich Hautdicke und Muskelmasse aufbauten – etwa 7 bis 9 Prozent. Das Körperfett dagegen wurde um 14 Prozent abgebaut.

In einem Schreiben des in Süddeutschland ansässigen Zentrums für Gesundheit und Schönheit heißt es, unter Berufung auf die amerikanische Untersuchung, „Die Alterserscheinungen“ konnten um 10 bis 20 Jahre bei vielen Patienten zurückgedreht werden.

Die „El Dorado Rejuventation and Longevity Company“ machte in den USA Schlagzeilen. Diese soll einen Handel mit dem in Frankreich produzierten HUMATROPE organisieren, welches amerikanische Ärzte den Erwachsenen als eine Art Verjüngungskur verschreibt.

Aber noch immer fehlt die wissenschaftliche Grundlage für die Annahme, dass Hormone die Lebensqualität älterer Menschen verbessern kann.

Eine weitere US-amerikanische Studie mit 56 gesunden Männern, alle über 70 Jahre, zeigte keinen Einfluss auf körperliche Belastung, Muskelmasse, Stimmung und Geschicklichkeit bei drei Somatropin-Injektionen pro Woche über den Zeitraum von einem halben Jahr. Störeffekte, wie beispielsweise Steifheit, Schwellungen oder auch Gelenkschmerzen sind häufig. Auch können bei Wachstumshormon-Überschuss Herzinsuffizienz, Bluthochdruck oder Diabetes mellitus verursacht werden.

Also profitieren nur kleinwüchsige Kinder mit einem nachgewiesenen Hormonmalgel bei einer zeitgerechten Anwendung auf die Behandlung mit einem Wachstumshormon. Das genetische Mittel, wie es heute hergestellt wird, verführt nicht selten zu einem Missbrauch als Jungbrunnen. Hier stehen dürftige Effekte zu hohen Kosten und Risiken, die langfristig unüberschaubar sind.